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Westfälische Nachrichten: KiBiz-Novelle stößt auf massive Kritik bei den Leiterinnen der Nordwalder Kindergärten

Westfälische Nachrichten: KiBiz-Novelle stößt auf massive Kritik bei den Leiterinnen der Nordwalder Kindergärten

Weniger Geld und Zeit für die Kinder

-msc- Nordwalde – Die Leiterinnen der Nordwalder Kindergärten betrachten mit Sorge die Folgen der zweiten Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz), die bereits zum 1. August in Kraft getreten ist. „Für die Einrichtungen hier vor Ort bringt die Novelle zahlreiche Verschlechterungen mit sich“, heißt es in einer Pressemitteilung der DRK-Kita, in der sich die Leiterinnen jetzt gemeinsam mit der CDU-Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking getroffen haben.

Kitas im ländlichen Bereich würden in Bezug auf Fördermittel schlechter gestellt. So erhielten nur noch Kitas mit erhöhtem Anteil von Kindern, die durch das SGB II gefördert werden, Sprachfördermittel. Sprachförderkräfte, die bisher durch Mittel nach dem „Delfin“-Test finanziert wurden, würden jetzt nicht mehr bezuschusst.

„Man darf nicht vergessen, dass Armut und die Unterstützungsbedarfe von Kindern sind zu facettenreich, als dass zusätzliche Mittel einfach nur nach der Anzahl der Kinder im SGB II-Leistungsbezug verteilt werden sollten“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Der Schwerpunkt des Gesetzes liege schließlich in dem Bildungsauftrag der Kitas. Unberücksichtigt bleibe jedoch, dass durch die jüngeren Kinder der Pflegeaufwand immens steigt. „Die Anzahl der Dokumentationen sowie der Anträge von Geldern und Rezertifizierungen steigt und nimmt die Zeit für die Arbeit mit den Kindern. Diesen Aufwand honoriert das neue KiBiz nicht im erforderlichen Maße“, kritisieren die Leitrinnen weiter.

Im März hatte die Landesregierung einen Gesetzentwurf zur Änderung des KiBiz in den Landtag eingebracht. Daraufhin folgte eine Anhörung mit Sachverständigen in den zuständigen Fachausschüssen. Zahlreiche Experten vertraten die Ansicht, dass der vorgelegte Gesetzentwurf dringend überarbeitet werden müsse. Die rot-grüne Mehrheit im Landtag verabschiedete die Änderung dennoch.

Christina Schulze Föcking hörte sich die Kritik der Nordwalder Kita-Leiterinnen an und pflichtete ihnen in vielen Punkten bei. Sie berichtete, dass die CDU-Landtagfraktion diese und andere Einwände während des Gesetzgebungsverfahren vorgebracht hätten. SPD und Grüne jedoch hätten sich darüber hinweggesetzt.

Westfälische Nachrichten: Schulze Föcking in der Kita: „Wir müssen vernünftig nachbessern“

Westfälische Nachrichten: Schulze Föcking in der Kita: „Wir müssen vernünftig nachbessern“

Dass sie ihr Versprechen wahr gemacht hat, rechneten die Elternvertreter und Einrichtungsleitungen Christina Schulze Föcking hoch an. Vor vier Wochen hatte die CDU-Landtagsabgeordnete den Termin ausgemacht – gestern Morgen stand sie pünktlich in der Tür vom Adolph-Kolping-Kindergarten.

Dass sie ihr Versprechen wahr gemacht hat, rechneten die Elternvertreter und Einrichtungsleitungen Christina Schulze Föcking hoch an. Vor vier Wochen hatte die CDU-Landtagsabgeordnete den Termin ausgemacht – gestern Morgen stand sie pünktlich in der Tür vom Adolph-Kolping-Kindergarten. Nicht alleine. Mitgebracht hatte die Steinfurter Politikerin Doris Gremplinski (CDU) aus dem Kreisjugendhilfeausschuss und Tilmann Fuchs, Leiter des Kreisjugendamtes – beide Experten, wenn es um die Situation in Kindertagesstätten geht. Über genau diese wollten die Borghorster Eltern mit Christina Schulze Föcking diskutieren oder anders gesagt, miteinander sprechen. Aus Elternsicht läuft da so einiges schief. Was die Landtagsabgeordnete bestätigen konnte: „Beim Kinderbildungsgesetz müssen wir vernünftig nachbessern.“ Und zwar so, dass es vor Ort praktikabel sei. Für Eltern und Erzieherinnen.

Um einen Platz für ihr dreijähriges Kind sicher zu bekommen, würde der Nachwuchs ungewollt oft schon unter drei Jahren angemeldet. Der Grund: In Borghorst fehle es an Ü3-Plätzen. Völlig unnötig und alles nur ein Gerücht, sagte Tilman Fuchs: „Es gibt ausreichend freie Plätze für Überdreijährige“, versicherte der Amtsleiter. Wenn vielleicht auch nicht immer in der Wunscheinrichtung: „Wir versuchen alles möglich zu machen, was geht.“ Allerdings gebe es Grenzen: „Wir können die Tagesstätten nicht vollpfropfen.“ Für die Eltern ein Hinweis: Das Kreisjugendamt betrachtet die Stadtteile getrennt. Fuchs: „Wir behandeln Borghorst und Burgsteinfurt in dieser Angelegenheit als eigenständige Kommunen.“

Ins Personal zu investieren, das forderte Doris Gremplinski von der Landesregierung: „Wenn wir Bildung ernst nehmen, geht es nur so.“ Nicht verstehen kann sie, warum das dritte Kindergartenjahr kostenfrei ist: „Wenn überhaupt wäre das erste als Anreiz sinnvoller.“ Die Mehrheit der Eltern konnte sich durchaus damit anfreunden, dass es kein kostenloses Jahr mehr gibt. Bedingung: Das Geld wird für die Betreuung der Kinder und die Ausstattung der Einrichtungen ausgegeben. Letztere macht in vielen Borghorster Tagesstätten einen normalen Alltag kaum noch möglich. Schon gar nicht, wenn künftig bei einer 35-Stunden-Buchung generell ein Mittagessen möglich sein soll, wie es der Entwurf zur Kibitz-Revision zurzeit vorsieht. Dann werde nicht in zwei, sondern vermutlich bald in drei Schichten gegessen werden müssen. Für Kinder und Erzieherinnen unzumutbar, so die Meinung von Christina Schulze Föcking.

Westfälische Nachrichten: Eltern fordern Nachbesserung

Westfälische Nachrichten: Eltern fordern Nachbesserung

Foto: Westfälische Nachrichten
Foto: Westfälische Nachrichten

-gun- Borghorst – Mehr Personal, eine gerechtere Platzvergabe und ein verlässliches Stundenbuchungsangebot – das sind nur drei Forderungen, die Eltern von Kindergartenkindern in Borghorst haben. Um auf die Situation in den Tageseinrichtungen hinzuweisen, hatten sie eine Unterschriftenaktion gestartet. Die Listen überreichten sie gestern der CDU-Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking, die das Eltern-Engagement ausdrücklich begrüßte: „Wir müssen beim Kinderbildungsgesetz nachbessern.“ Die Politikerin versprach, die Unterschriften weiterzugeben. Außerdem will sich die Steinfurterin im März mit den Elternvertretern zusammensetzen, um die Lage vor Ort genauer zu diskutieren.

Münstersche Zeitung: Wunschzettel ans Land

Münstersche Zeitung: Wunschzettel ans Land

Erfahrungs- und Informationsaustausch über die Belange der Kindergärten

HORSTMAR. Zu einem Erfahrungs- und Informationsaustausch hatte die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking (CDU) ins Kaminzimmer des Borghorster Hofes die Kindergartenleiterinnen und Erzieherinnen aus Ochtrup, Burgsteinfurt, Horstmar und Leer eingeladen.

Als Petra Sommer aus Horstmar als Elternvertreterin die Gesprächsrunde am brennenden Kamin des Herdfeuers eröffnete, konnte sie neben den Damen unter anderem auch Bernhard Tenhumberg, den Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im Bereich Kinder, Jugend und Familie, Annegret Geisler vom Kirchenvorstand St. Gertrudis und den Leiter der Zentralrendantur, Tobias Mühlhause, begrüßen.

Päckchen an Sorgen

Es entwickelte sich in früher Morgenstunde eine lebhafte Diskussion. Sowohl Schulze Föcking als auch Tenhumberg werden ein Päckchen an Sorgen und Wünschen der Erzieherinnen nach Düsseldorf in ihre politische Arbeit mit genommen haben. Sie gipfelten in dem Wunsch nach Verlässlichkeit und Planungssicherheit. „Ich kenne keine Berufsgruppe, die bei so schlechten Verhältnissen so gut arbeitet“, lautete die Aussage einer Kindergartenleiterin. Das Wohlergehen der Kinder führe bei knappen finanziellen und personellen Ressourcen zu einer Art der inneren Kündigung und schade letztendlich dem Kinde. Man habe keine Lobby, und das obwohl ein Drittel der Bildung eines Kindes im Kindergarten geschehe und der Kindergarten eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen sei. „Manchmal habe ich den Eindruck, dass Tiere eine bessere Lobby haben als Kinder“, stellte Christiana Schulze Föcking unter dem Beifall der Anwesenden fest.

Flut von Erlassen

Die Erzieherinnen klagten über die hohe Regulierungsdichte. In den letzten Jahren habe es 50 Erlasse und Verordnungen gegeben, die ohne Einschaltung des Parlaments in die Welt gesetzt wurden, wie Tenhumberg feststellte. Dem Wunsch nach Bürokratieabbau konnte er folgen. Übereinstimmend war auch die Meinung, dass es zwischen der Personalausstattung und der Qualität einer Einrichtung einen klaren Zusammenhang gebe.

Betreuungsbedarf

Trotz der Tatsache, dass in den Kindpauschalen finanzielle Mittel zur Bestreitung von Vertretungskosten eingerechnet seien, gestalteten sich diese vielfach schwierig. In den meisten Kommunen gebe es keinen auskömmlichen Pool an Fachkräften für Ausfallzeiten. „Damit mehr Einrichtungen erweiterte Öffnungszeiten zur Abdeckung besonderer Betreuungsbedarfe vorhalten, bedarf es einer aktiven Unterstützung der Akteure vor Ort“, forderte Bernhard Tenhumberg. Nur dann könne man die Eltern und Kinder von Organisationsproblemen entlasten.

Es sei bis dahin nicht erkennbar, ob und wann die Landesregierung weitere Qualitätsverbesserungen in der frühen Bildung und Betreuung umsetzen werde. „Absichtsbekundungen nützen nichts – schon gar nicht, wenn sie den Erwartungen der beteiligten Akteure nur teilweise oder gar nicht gerecht werden“, stellten Schulze Föcking und Tenhumberg fest. Man werde sich für die berechtigen Belange der Kindergärten einsetzen, erklärten sie gegenüber den Kindergartenleitungen. fn