Blog : Horstmar

Westfälische Nachrichten: Spagat zwischen Betreuung und genauer Dokumentation

Westfälische Nachrichten: Spagat zwischen Betreuung und genauer Dokumentation

Die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking besucht jetzt die Horstmarer Sozialstation und machte sich ein Bild von deren Arbeit im ambulanten Pflegedienst. Dabei erfuhr sie vieles über die Probleme der Pflegekräfte.

Von Franz Neugebauer

„Ich bin beeindruckt, mit wie viel Herzblut, Hingabe und menschlicher Zuwendung die Arbeit der Horstmarer Sozialstation im ambulanten Pflegedienst gemacht wird“, fasste die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking ihre Eindrücke zusammen. Die Politikerin hatte sich einen ganzen Morgen Zeit genommen und war mit der Pflegekraft Barbara Wernsmann zu den zu betreuenden Personen gefahren.

Dabei erlebte die Besucherin, dass ambulante Pflege weit mehr ist als Waschen und Anziehen, sondern die Sorge um das gesundheitliche und menschliche Wohlergehen umfasse. Man springe nicht einfach aus dem Auto raus, gebe sich bei den Menschen zu erkennen und steige wieder ein.

Die Christdemokratin erlebte auch, dass der Pflegedienst täglich große Spagate machen muss zwischen menschlicher Betreuung und bürokratischer Dokumentation der Pflegedienstleistungen. Hier müssten die Akzente zugunsten der Menschen neu gesetzt werden, erkannte Schulze Föcking.

Die Politik sei über alle Parteigrenzen hinaus gefordert, dem Bereich der Pflege und Versorgung gerade im Hinblick auf den demokratischen Wandel mehr an Bedeutung zukommen zu lassen. Es müsse sichergestellt werden, dass die jetzigen geburtenschwachen Jahrgänge die heute ältere Generation auch in Zukunft versorgen. Dazu gehöre, der Bevölkerung ein geändertes Bewusstsein über die Aufgaben der Pflegedienste zu vermitteln. „Sie können stolz sein, was Sie hier leisten, Ihre Arbeit wird häufig viel zu wenig geschätzt, das müssen wir ändern und den Beruf attraktiver machen“, lobte sie die Arbeit. Altenpfleger sei ein schöner Beruf, erklärten die Mitarbeiterinnen Ulrike Fleige und Christiane Nitz. Man gebe viel, bekomme aber auch viel Wärme und Zuneigung zurück.

Westfälische Nachrichten: Bestehendes Netzwerk sichert Betreuungsbedarf

Westfälische Nachrichten: Bestehendes Netzwerk sichert Betreuungsbedarf

CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking zu Gast

Gemeinsam mit Bürgermeisterkandidat Robert Wenking, CDU-Fraktionsvorsitzender Winfried Mollenhauer sowie Vertretern des CDU-Ortsverbandes besuchte sie das St.-Gertrudis-Haus. In einem regen Meinungsaustausch mit Corinna Blankenberg, Pflegedienstleiterin des Hauses, Annegret Greive, Leiterin der Sozialstation, und Burkhardt Baumann, dem Geschäftsführer der Domus-Caritas, diskutierten die Runde über die derzeitige Situation in der ambulanten und stationären Pflege.

Das St.-Gerdrudis-Hauses besuchten jetzt die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking, Bürgermeisterkandidat Robert Wenking, CDU-Fraktionsvorsitzender Winfried Mollenhauer sowie Vertreter des CDU-Ortsverbandes. In einem regen Meinungsaustausch mit Corinna Blankenberg, Pflegedienstleiterin des Hauses, Annegret Greive, Leiterin der Sozialstation, und Burkhardt Baumann, dem Geschäftsführer der Domus-Caritas, diskutierten die Runde über die derzeitige Situation in der ambulanten und stationären Pflege.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darüber, dass vor Ort eine adäquate Betreuung von Senioren, die hauswirtschaftliche und pflegerische Unterstützung benötigen, gewährleistet sein muss. „Das bestehende Netzwerk aus stationärer und ambulanter Pflege des Caritas-Verbandes leistet schon heute hervorragende Arbeit und orientiert sich an dem jeweiligen persönlichen Betreuungsbedarf“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU. Wenking betonte, dass man durch die Aufnahme der vom Caritasverband initiierten „Quartiersentwicklung“ in das Integrierte Handlungskonzept von Horstmar und Leer der Bedeutung dieser Zukunftsaufgabe Rechnung trage.

Die politischen Vertreter sagten zu, sich auch künftig für den Erhalt der Einrichtung einzusetzen. Dazu soll auch die Errichtung des Familien- und Generationenparks beitragen, die den Bewohnern des Altenheims die Teilhabe am Gesellschafts- und Vereinsleben ermöglichen und damit zu einer Erhöhung der Lebensqualität beitragen soll.

Im Anschluss wurde die Örtlichkeit des geplanten Familien- und Generationenparks besucht und Christina Schulze Föcking anhand von Plänen die beabsichtigten Bauvorhaben näher erläutert. Sie zeigte sich von der Idee begeistert und sagte der Horstmarer CDU ihre Unterstützung zu.

Münstersche Zeitung: Wunschzettel ans Land

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Erfahrungs- und Informationsaustausch über die Belange der Kindergärten

HORSTMAR. Zu einem Erfahrungs- und Informationsaustausch hatte die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking (CDU) ins Kaminzimmer des Borghorster Hofes die Kindergartenleiterinnen und Erzieherinnen aus Ochtrup, Burgsteinfurt, Horstmar und Leer eingeladen.

Als Petra Sommer aus Horstmar als Elternvertreterin die Gesprächsrunde am brennenden Kamin des Herdfeuers eröffnete, konnte sie neben den Damen unter anderem auch Bernhard Tenhumberg, den Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im Bereich Kinder, Jugend und Familie, Annegret Geisler vom Kirchenvorstand St. Gertrudis und den Leiter der Zentralrendantur, Tobias Mühlhause, begrüßen.

Päckchen an Sorgen

Es entwickelte sich in früher Morgenstunde eine lebhafte Diskussion. Sowohl Schulze Föcking als auch Tenhumberg werden ein Päckchen an Sorgen und Wünschen der Erzieherinnen nach Düsseldorf in ihre politische Arbeit mit genommen haben. Sie gipfelten in dem Wunsch nach Verlässlichkeit und Planungssicherheit. „Ich kenne keine Berufsgruppe, die bei so schlechten Verhältnissen so gut arbeitet“, lautete die Aussage einer Kindergartenleiterin. Das Wohlergehen der Kinder führe bei knappen finanziellen und personellen Ressourcen zu einer Art der inneren Kündigung und schade letztendlich dem Kinde. Man habe keine Lobby, und das obwohl ein Drittel der Bildung eines Kindes im Kindergarten geschehe und der Kindergarten eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen sei. „Manchmal habe ich den Eindruck, dass Tiere eine bessere Lobby haben als Kinder“, stellte Christiana Schulze Föcking unter dem Beifall der Anwesenden fest.

Flut von Erlassen

Die Erzieherinnen klagten über die hohe Regulierungsdichte. In den letzten Jahren habe es 50 Erlasse und Verordnungen gegeben, die ohne Einschaltung des Parlaments in die Welt gesetzt wurden, wie Tenhumberg feststellte. Dem Wunsch nach Bürokratieabbau konnte er folgen. Übereinstimmend war auch die Meinung, dass es zwischen der Personalausstattung und der Qualität einer Einrichtung einen klaren Zusammenhang gebe.

Betreuungsbedarf

Trotz der Tatsache, dass in den Kindpauschalen finanzielle Mittel zur Bestreitung von Vertretungskosten eingerechnet seien, gestalteten sich diese vielfach schwierig. In den meisten Kommunen gebe es keinen auskömmlichen Pool an Fachkräften für Ausfallzeiten. „Damit mehr Einrichtungen erweiterte Öffnungszeiten zur Abdeckung besonderer Betreuungsbedarfe vorhalten, bedarf es einer aktiven Unterstützung der Akteure vor Ort“, forderte Bernhard Tenhumberg. Nur dann könne man die Eltern und Kinder von Organisationsproblemen entlasten.

Es sei bis dahin nicht erkennbar, ob und wann die Landesregierung weitere Qualitätsverbesserungen in der frühen Bildung und Betreuung umsetzen werde. „Absichtsbekundungen nützen nichts – schon gar nicht, wenn sie den Erwartungen der beteiligten Akteure nur teilweise oder gar nicht gerecht werden“, stellten Schulze Föcking und Tenhumberg fest. Man werde sich für die berechtigen Belange der Kindergärten einsetzen, erklärten sie gegenüber den Kindergartenleitungen. fn