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Westfälische Nachrichten: Verwertung bis zur letzten Faser

Westfälische Nachrichten: Verwertung bis zur letzten Faser

CDU und Verwaltungsspitze besuchen Textilbetrieb Boudaya im Sonnenschein

Burgsteinfurt – Rund 800 000 Tonnen Altkleider fallen in Deutschland jedes Jahr an. Grund genug für die Vertreter der CDU Burgsteinfurt, sich bei dem Textilverwerter Boudaya an der Meteler Stiege umfassend durch die Unternehmer informieren zu lassen. Mit dabei Bürgermeister Andreas Hoge, der 1. Beigeordnete Dirk Wigant sowie die Landtagsabgeordnete Christina  Schulze  Föcking, die ebenfalls gerne der Einladung von Holger Palstring gefolgt waren.

„Wir garantieren als mehrfach zertifizierter Betrieb eine transparente Verwertung“, machten Leila und Nafaa Boudaya beim Rundgang deutlich. Kleidung der karitativen Sammlungen, die nicht in den sozialen Kleiderkammern gebraucht wird sowie aus eigenen Containern kommt dort zur Verwertung.

Im Betrieb wird sortiert, sortiert und nochmals sortiert, schreibt die Union in ihrem Bericht über die Betriebsbesichtigung. „Noch tragbare Kleidung gehe in den Export. Was nicht mehr tragfähig ist, wird nach verschiedenen Kriterien aussortiert, um es beispielsweise zu Dämmstoffen oder Vliesen für die Autoindustrie zu verarbeiten. Ein anderer Teil wird zu Putzlappen geschnitten, die ebenfalls in der Industrie Verwendung finden.

„Wir bieten über 32 Arbeitsplätze im Sortierverfahren, sind der größte Textilverwertungsbetrieb im Münsterland und heben uns deutlich durch transparente Verwertungswege analog der Gesetzgebung hervor“, hieß es in der Diskussion. Die Zusammenarbeit mit dem Kreis als Aufsichtsbehörde sei gut. „Allerdings“, so fügte Nafaa Boudaya an, „werfen „schwarze Schafe“ mit nicht angemeldeten Sammlungen immer wieder ein schlechtes Bild auf den Markt der Textilverwertung“. Wünschenswert , so machte der Unternehmer deutlich, sei eine Übersicht der genehmigten Containerplätze – sowohl im öffentlichen Raum als auch auf privatem Gelände, auch um illegale Sammlungen weiter zurückzudrängen. Oftmals würden auf den Containern Hinweise fehlen, wer sammelt, oder die angegegebenen Handynummern der Straßensammelaktionen seien nicht erreichbar.

„Es profitieren die Verbraucher, die gemeinnützigen und kirchlichen Sammler, die Industrie und vor allem die Umwelt, wenn im Rahmen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes die Wiederverwertung von Textilien in rechtlich genehmigten Betrieben wie hier in Steinfurt durchgeführt werden“, dankte CDU-Ortsvorsitzende Doris Gremplinski für die umfassenden Einblicke in den Betrieb im Gewerbegebiet Sonnenschein. Was mögliche Erweiterungen des Betriebes angeht, seien die Kontakte zwischen Firma und Verwaltung dank Holger Palstring nun geknüpft.

www.cdu-steinfurt.de