Blog : Nordwalde

Westfälische Nachrichten: Feuerwehr-Frauen spenden

Westfälische Nachrichten: Feuerwehr-Frauen spenden

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Im Rahmen der Ausstellung in „Starke Frauen“ haben die Feuerwehr-Frauen mit Kaffee und Kuchen Gelder eingenommen, die sie nun als Spende weitergeleitet haben. Den Scheck über 300 Euro nahm jetzt Christina Schulze Föcking entgegen, allerdings nicht ihrer Funktion als Landtagsmitglied. Sie und ihr Ehemann sind ehrenamtlich in der Kinderkrebshilfe Münster tätig. Mithilfe von Spenden kann der Verein viele Projekte finanziell unterstützen, um die optimale Betreuung in Bereichen sicherzustellen, für die die Mittel der Krankenkassen und öffentliche Haushalte nicht vorgesehen oder nicht ausreichen.

Westfälische Nachrichten: Einweihung des neuen Sportzentrums in Nordwalde

Westfälische Nachrichten: Einweihung des neuen Sportzentrums in Nordwalde

Einen traumhaften Sommertag bescherte der Himmel am Samstag den vielen Menschen aus Nordwalde und Umgebung, die zur Eröffnung des neuen Schul- und Sportzentrums mit dem Namen „Sparkassen-Stadion“ gekommen waren. Zumeist lachende Menschen. Über ihnen die goldene Sonne. Unter ihren Füßen butterweicher grüner Kunstrasen. Und vor ihnen auf apart dekorierten Stehtischen Sektkelche mit perlend frischen Getränken. „Bis drei Uhr sind die Getränke frei“, lachte Bürgermeisterin Sonja Schemann in die Mikros. „Ich sage voller Stolz, es ist uns gelungen, eine finanzielle Punktlandung hinzulegen. Beim Bau der 3,7 Millionen teuren neuen Sportanlage sind sogar noch 1800 Euro übrig geblieben! Also Prost!“

Von Dieter Klein

Doch dann oblag der charmanten Rathauschefin (im kleinen Schwarzen) die Aufgabe, all die vielen Ehrengäste zu begrüßen. Unter anderem: Landrat Thomas Kubendorf, MdB Karl Schiewerling, MdL Christina Schulze Föcking, Herrn Ishorst von der NRW-Bank, vom Namensgeber „Sparkasse“ den Vorstand Heinz-Bernd Buss und Christoph Wickenbrock, den Chef des Bau-Unternehmens „Tell“, Johann Tebben mit seinen Mitarbeitern, die Vertreter der Sportvereine, und hier besonders den Vorsitzenden des FC Nordwalde Heiner Brinkmann, dem sie die komplette neue Sportanlage „in treue Hände“ legte, die Leiter der Nordwalder Schulen sowie die Vertreter der Kirchengemeinden: Pfarrer Uwe Nachtwey, Diakon Konrad Kathmann und Pfarrer Ulf Schlien. Die geistlichen Herren gaben der neuen Anlage im Gebet ihren Segen und sorgten für Gelächter mit dem Kalauer: „Fußball gibt es in der Bibel nicht. Nur – dass es in der Noah-Geschichte heißt „Geh‘ Du in den Kasten, ich geh‘ in den Sturm!“

Großes Lob verteilte die Bürgermeisterin an das Planungsbüro und ihre Mitarbeiter im Rathaus. „Sie waren immer da, immer erreichbar und voll bei der Sache.“

In die detaillierten Planungen waren neben den Vertretern der Politik auch die Sportvereine mit eingebunden. So entstanden ein Hauptrasen-Spielfeld, ein Kunstrasenplatz, ein weiterer Trainingsplatz, eine Wettkampfbahn, ein Basketball- und zwei Volleyball-Felder, eine vierläufige Tartanbahn und zwei 100-Meter Bahnen mit zusätzlich aufstellbaren Hindernissen. Dazu kommen noch ein Beachvolleyball-Feld und Spielfelder für Boccia. FC-Vorsitzender Heiner Brinkmann: „Wir haben rund 650 Mitglieder mit 20 spielenden Mannschaften. Folglich haben wir uns auch um den Innenausbau des Sportlerheims als Begegnungsstätte mit seinen Sanitär- und Sozial-Räumen gekümmert. Und dazu gut 80 000 Euro eingebracht.“

Natürlich blieb es nicht bei dem offiziellen Sektempfang. Gleich mit dem Abräumen der Gläser zogen die Jugendfußballer auf den grünen Rasen, um Fußball zu spielen. Leider durften sie auf zwei besonders schöne Bälle – in Gold und Silber und den Unterschriften der Preußen-Münster-Ersten – nicht losballern. Die kamen neben drei weiteren Spenden-Bällen in eine Versteigerung. Bürgermeisterin und Auktionatorin Sonja Schemman: „Geld wird immer wieder gebraucht.“

Westfälische Nachrichten: 25 Jahre Kardinal-von-Galen-Gesamtschule: Festakt im Forum mit 250 Gästen

Westfälische Nachrichten: 25 Jahre Kardinal-von-Galen-Gesamtschule: Festakt im Forum mit 250 Gästen

 

Nordwalde – Unter dem Motto „Nordwalde macht (Gesamt-)Schule“ hat die Kardinal-von-Galen-Schule den Auftakt zu ihrem Jubiläum gefeiert. Etwa 250 Gäste waren im Forum zur Feierstunde mit Festvortrag versammelt. Neben Lehrern, Eltern- und Schülervertretern auch viele Ehemalige, Kooperationspartner sowie Schulleiter aus der Umgebung.

Schulleiterin Karla Müsch-Nittel freute sich, dass der parteiübergreifende Konsens, der die Gründung der Gesamtschule 1990 ermöglicht hatte, noch immer trägt: „Das kann man heute an den vielen Nordwalder Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sehen.“

Wie erstaunlich die Gründung einer Gesamtschule in Nordwalde unter den damaligen politischen Bedingungen war und auch welch große Bedeutung die KvG für die Gemeinde und viele andere Kommunen rundherum hat, konnte man aus den Grußworten der Ehrengäste und einem kurzen, poetischen Rückblick des ehemaligen Schulleiters Dr. Meinolf Rohleder heraushören. Unter dem Titel „Träumen, wachsen, lernen“ entführte Rohleder in die Gründungszeit der Schule, erinnerte an wichtige Weichenstellungen, wie die Entwicklung der Oberstufenprofile, die Partnerschaft mit Amilly oder die Tradition der Mädchenförderung. Auch Wehmütiges war dabei, etwa die Erinnerung an die Enttäuschung, dass der gut funktionierende Schüleraustausch mit Israel angesichts der zweiten Intifada beendet werden musste.

Bürgermeisterin Sonja Schemmann wagte unter dem Slogan „Schule einfach (noch) besser machen“ einen Blick in die Zukunft und kam zu dem Fazit, dass nichts je einfach sei, es sich aber trotzdem immer lohne.

Bernhard Hembrock, stellvertretender Landrat, wies darauf hin, dass heute in vielen Kommunen im Kreis das nachgeholt werde, was Nordwalde schon lange hinter sich hat: einen Ort des gemeinsamen Lernens einzurichten.

Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking (CDU) machte mit sehr persönlichen Worten klar, dass sie sich immer ganz besonders von der Atmosphäre an der Schule angesprochen fühle. Seinen Dank an die Lehrer ließ der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling (CDU) in einem schriftlich übermittelten Grußwort ausrichten.

Dem schloss sich die Schulleiterin ausdrücklich an und erweiterte ihn noch: „Mein Dank gilt ebenso einer außerordentlich engagierten Elternschaft, den ideenreichen, motivierten Schülerinnen und Schülern sowie der Gemeinde Nordwalde, die auch in Zeiten klammer Kassen nie einen Zweifel daran gelassen hat, voll hinter der Schule zu stehen.“

Was sie unter Elternmitarbeit verstehen und warum die KvG „ihre“ Schule ist, stellten der Schulpflegschaftsvorsitzende Andreas Hestert und die Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Susanne Thedieck mit Überzeugung vor und beantragten dazu gleich eine Änderung des Mottos in „Nordwalde macht sehr gut (Gesamt-)Schule“. Das Schulorchester unter Leitung von Andreas Klein schloss sich den Grüßen musikalisch an und sorgte mit Filmmusik für Gänsehaut.

Prof. Dr. Wilfried Bos vom Institut für Schulentwicklungsforschung der Technischen Universität Dortmund hielt den anschließenden Festvortrag und ging auf die Frage ein: „Ist die Schule die Institution zur Erhaltung der Bildungsgerechtigkeit?“ Der renommierte Erziehungswissenschaftler hatte viele Zahlen aus dem Chancen-Spiegel 2012 und 2013 im Gepäck, die eindrucksvoll belegen, dass es um Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit schlecht bestellt ist in Deutschland. Anschaulich und mit einer kräftigen Prise Humor füllte er das vermeintlich trockene Zahlenwerk für seine Zuhörer mit Leben. Viel Zustimmung gab es, als Bos sich deutlich und wissenschaftlich belegt von „deutschen Besonderheiten“ wie der Aufteilung von Viertklässlern auf verschiedene Schulen und dem Sitzenbleiben distanzierte: „Sinnlos, wie viele Studien zeigen.“ Einzig über den „ganz selten mal nötigen Schuss vor den Bug durch Sitzenbleiben“ würde er sich noch einmal unterhalten wollen. Mit pointierten Erläuterungen, etwa zum „Lieblingsfeindbild Bayern“, hatte Bos die Lacher auf seiner Seite, löste gleichzeitig aber viel Nachdenklichkeit aus mit einer Reihe von Befunden, die zeigten, wie dramatisch der Bildungserfolg in Deutschland von der Herkunft abhängt. Ernster Gesprächsstoff für den Ausklang bei Sekt und Orangensaft.

Westfälische Nachrichten: KiBiz-Novelle stößt auf massive Kritik bei den Leiterinnen der Nordwalder Kindergärten

Westfälische Nachrichten: KiBiz-Novelle stößt auf massive Kritik bei den Leiterinnen der Nordwalder Kindergärten

Weniger Geld und Zeit für die Kinder

-msc- Nordwalde – Die Leiterinnen der Nordwalder Kindergärten betrachten mit Sorge die Folgen der zweiten Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz), die bereits zum 1. August in Kraft getreten ist. „Für die Einrichtungen hier vor Ort bringt die Novelle zahlreiche Verschlechterungen mit sich“, heißt es in einer Pressemitteilung der DRK-Kita, in der sich die Leiterinnen jetzt gemeinsam mit der CDU-Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking getroffen haben.

Kitas im ländlichen Bereich würden in Bezug auf Fördermittel schlechter gestellt. So erhielten nur noch Kitas mit erhöhtem Anteil von Kindern, die durch das SGB II gefördert werden, Sprachfördermittel. Sprachförderkräfte, die bisher durch Mittel nach dem „Delfin“-Test finanziert wurden, würden jetzt nicht mehr bezuschusst.

„Man darf nicht vergessen, dass Armut und die Unterstützungsbedarfe von Kindern sind zu facettenreich, als dass zusätzliche Mittel einfach nur nach der Anzahl der Kinder im SGB II-Leistungsbezug verteilt werden sollten“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Der Schwerpunkt des Gesetzes liege schließlich in dem Bildungsauftrag der Kitas. Unberücksichtigt bleibe jedoch, dass durch die jüngeren Kinder der Pflegeaufwand immens steigt. „Die Anzahl der Dokumentationen sowie der Anträge von Geldern und Rezertifizierungen steigt und nimmt die Zeit für die Arbeit mit den Kindern. Diesen Aufwand honoriert das neue KiBiz nicht im erforderlichen Maße“, kritisieren die Leitrinnen weiter.

Im März hatte die Landesregierung einen Gesetzentwurf zur Änderung des KiBiz in den Landtag eingebracht. Daraufhin folgte eine Anhörung mit Sachverständigen in den zuständigen Fachausschüssen. Zahlreiche Experten vertraten die Ansicht, dass der vorgelegte Gesetzentwurf dringend überarbeitet werden müsse. Die rot-grüne Mehrheit im Landtag verabschiedete die Änderung dennoch.

Christina Schulze Föcking hörte sich die Kritik der Nordwalder Kita-Leiterinnen an und pflichtete ihnen in vielen Punkten bei. Sie berichtete, dass die CDU-Landtagfraktion diese und andere Einwände während des Gesetzgebungsverfahren vorgebracht hätten. SPD und Grüne jedoch hätten sich darüber hinweggesetzt.