Kinderschutz braucht Verbindlichkeit

Kinderschutz braucht Verbindlichkeit

Kinderschutz braucht Verbindlichkeit

Die Kinderschutzkommission („Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder“) des nordrhein-westfälischen Landtags hat an diesem Montag Sachverständige zum Thema Intervention und Anschlusshilfe bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche angehört. Dazu erklärt unsere Sprecherin für den Kinderschutz, Christina Schulze Föcking:

„Die etwa einjährige Zeit der intensiven Arbeit in der Kinderschutzkommission des Landtags hat uns deutlich vor Augen geführt: Wir müssen Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch schneller erkennen und auch schneller wirkungsvoll eingreifen.

Die Expertinnen und Experten der Anhörung aus unterschiedlichsten Fachrichtungen und Institutionen haben mich in der Überzeugung bestätigt, dass wir eine bessere Vernetzung aller beteiligten Akteure erreichen müssen – von Kita und Schule über Ärzte und Polizei bis zum Jugendamt –, damit so viele wachsame Augen wie möglich die Kinder im Blick haben. Dazu müssen wir auch frühzeitig und berufs- sowie disziplinübergreifend schulen, um diese Menschen in die Lage zu versetzen, Zeichen beim Kind und Strategien beim Täter zu verstehen.

Eine Schlüsselerkenntnis ist zudem: Es genügt nicht, Kinderschutz als gesellschaftlichen Auftrag zu begreifen – er muss eine Pflicht sein. Wirksamer Kinderschutz braucht Verbindlichkeit, er braucht klare Standards und konkrete Vorgaben. Diese zeitnah mit dem Parlament und der Landesregierung zu entwickeln, ist ein Hauptauftrag unserer Kinderschutzkommission.“