„Effektiver Kinderschutz darf keine Grenzen kennen“

„Effektiver Kinderschutz darf keine Grenzen kennen“

„Effektiver Kinderschutz darf keine Grenzen kennen“

Christina Schulze Föcking zur Online-Veranstaltung „Kinderschutz in Europa“

Die CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament hat am Dienstagabend zu einer Online-Veranstaltung unter dem Titel „Null Toleranz gegen Kindesmissbrauch! Gemeinsam für (digitalen) Kinderschutz in Europa“ eingeladen. Zu den Impulsgebern mit Kurzvorträgen gehörten NRW-Innenminister Herbert Reul und Christina Schulze Föcking, Sprecherin der CDU-Fraktion in der Kinderschutzkommission des Landtages. Zu den Ergebnissen erklärt sie:

„Die prominent besetzte Online-Veranstaltung mit mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat gezeigt, dass der Kinderschutz bei dem politischen Stellenwert angekommen ist, der ihm gebührt. Das gilt auch für Brüssel – und zwar nicht zuletzt, wie uns die Kollegen aus dem Europäischen Parlament bestätigt haben, dank der starken Stimme, die Nordrhein-Westfalen dem Thema verleiht. Wir sind in NRW auf dem richtigen Weg, aber ein effektiver Kinderschutz darf keine Grenzen kennen. Deshalb werden wir in Zukunft eine deutlich engere Verzahnung mit der EU-Ebene anstreben.

Insbesondere beim digitalen Kinderschutz kann Nordrhein-Westfalen die nötige Schlagkraft nicht allein entwickeln. Wir brauchen ein europäisches Bewusstsein für die Gefahren, die für unsere Kinder im Internet lauern, und einen europäischen Willen, diesen Gefahren entgegenzutreten. In NRW sind wir inzwischen sehr wachsam und haben daher große Fallkomplexe der sexuellen Ausbeutung von Kindern aufdecken können sowie aus ihnen gelernt – diese Erfahrung können und werden wir intensiv in Berlin und Brüssel einbringen. Denn ich bin absolut sicher: Die Gartenlaube in Münster oder der Wohnwagen in Lügde hätte ebenso gut in den bayerischen Bergen, an der Ostsee oder der Adria stehen können. Diese Taten gibt es überall – man muss genau hinschauen, um sie zu erkennen, die Hilferufe der Kinder wahrzunehmen und ihnen zu helfen.

Die EU hat sich selbst im vergangenen Jahr eine Strategie zur wirksameren Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern auferlegt. Das ist ein exzellenter Startpunkt. Wir werden die Umsetzung aktiv begleiten und weitere Impulse geben.“